
Der Friedhof von Niederhof
22. Januar-19:00 - 21:00
| 5,00EURBuchvorstellung am 22.01.26 um 19 Uhr
Stadtgeschichtliches Museum Wolgast
PD Dr. Joachim Krüger
Der Friedhof von Niederhof: Der älteste jüdische Friedhof in Vorpommern als Spiegel jüdischen Lebens.
Eintritt: 5 €
Erstmals werden mit dem vorgelegten Buch die erhaltenen Grabinschriften erfasst. Ergänzt durch historische Quellen, zeichnet Krüger ein Bild der jüdischen Gemeinden von Stralsund, Greifswald und Wolgast in den Jahren 1757 bis 1851.
Im Jahre 1757 zog eine kleine Gruppe von Juden ins schwedisch-pommersche Stralsund. Gerufen wurden sie vom dortigen Bankier Joachim Ulrich Giese, der gemeinsam mit Adolf Friedrich von Olthof im Auftrag der schwedisch-pommerschen Regierung eine Münzstätte einrichten sollte. Das war der Ausgangspunkt für die späteren jüdischen Ansiedlungen in den schwedisch-pommerschen Städten, u.a. in Wolgast. Die wachsende jüdische Gemeinde durfte ihre Toten allerdings nicht auf dem Gebiet der Stadt Stralsund bestatten. Giese stellte ihnen deswegen 1776 einen Platz auf seinem Gut Niederhof zur Verfügung. Der Friedhof wurde bis 1851 genutzt und überdauerte die Zeit des Nationalsozialismus. Er gehört zu den ältesten noch existierenden jüdischen Friedhöfen an der südlichen Ostseeküste.