Tribsees – pommersche Stadt am Grenzpass …

… und ihre Umgebung auf alten Karten aus der Schwedenzeit.

Tribsees hatte im Mittelalter für den festländischen Teil des Fürstentums Rügen eine Vorortfunktion, amtierte doch an der Stadtpfarrkirche St. Thomas der Archidiakon von Tribsees, also der ranghöchste geistliche Vertreter des Schweriner Bischofs in diesem Raum. In Tribsees verfügten die Fürsten von Rügen und seit dem Übergang des Fürstentums an die pommerschen Nachbarn ab 1325 auch die Herzöge von Pommern über eine Burg. Die Stadt und die Burg, die mehrere Vorgänger in früheren Epochen im engeren und weiteren Umfeld der mittelalterlichen Stadt hatte, entwickelten sich bis zum Dreißigjährigen Krieg aufgrund ihrer Lage am Grenzpaß nach Mecklenburg dynamisch.

Tribsees

Die Thomaskirche in Tribsees von Osten (Foto: Porada)

Mit den Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts kam jedoch der demographische Zusammenbruch, der nicht zuletzt nach dem großen Stadtbrand zu Beginn des 18. Jahrhunderts zum Verlust der bis dahin durchaus beeindruckenden baulichen Gestalt dieses Gemeinwesens führte. All dies läßt sich in den zeitgenössischen Karten, die im Zuge der zivilen schwedischen Landesaufnahme Ende des 17. Jahrhunderts und der militärtopographsichen Aufnahmen während des Nordischen sowie des Siebenjährigen Krieges im 18. Jahrhundert erstellt wurden, anschaulich nachvollziehen.

Der Heimatverein Tribsees e.V. lädt am 10. Februar 2018 zu einem Forum über die Geschichte der Landkartenkunst Pommerns in der Schwedenzeit nach Tribsees ein. Folgendes Programm ist vorgesehen:

13.30 Uhr: Führung durch Thomas Molkentin, Bürgermeister der Stadt Tribsees, im Kartenraum des Heimatmuseums am Kirchplatz 7,

14.30 Uhr: Vortrag von Dr. Haik Thomas Porada, Vorsitzender der Historischen Kommission für Pommern, zum Thema: „Pommersche Stadt am Grenzpass – Tribsees und seine Umgebung auf alten Karten aus der Schwedenzeit“ im Rathaussaal.

Anschließend findet ein kleiner Imbiss im Rathaussaal statt.

Der Verein bittet um einen Kostenbeitrag von 5 € und um die Bestätigung der Teilnahme bis zum 7. Februar 2018 per E-Mail an heimatverein.tribsees@gmx.de oder telefonisch unter 038320-649803.

  • 20. Juli 2018 18:00Vortrag: Siedlungs- und Kulturgeschichte im Kirchspiel Glewitz
AEC v1.0.4

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